Deine Monstera lässt die Blätter hängen? Das kann an zu wenig Wasser liegen aber auch an dauerhaft nassem Substrat, geschädigten Wurzeln oder einem ungeeigneten Standort. Manchmal ist die Pflanze außerdem gar nicht schlapp, sondern braucht lediglich eine Rankhilfe.
In diesem Beitrag erfährst du, warum deine Monstera die Blätter hängen lässt und was du als Erstes tun solltest.
Inhaltsverzeichnis
- Welcher Teil deiner Monstera ist wirklich schlapp?
- Zu wenig Wasser
- Zu viel Wasser und Wurzelprobleme
- Fehlende Rankhilfe
- Standortwechsel, Kälte oder Lichtmangel
- Schädlinge
- FAQ
- Fazit
Welcher Teil deiner Monstera ist wirklich schlapp?
Schau dir zuerst genau an, was herunterhängt:
- Sind Blätter und Blattstiele weich und kraftlos, liegt wahrscheinlich ein Versorgungs- oder Wurzelproblem vor.
- Sind die Blätter fest, während lange Triebe seitlich auseinanderfallen, fehlt der Monstera möglicherweise nur Halt.
- Hängt lediglich ein älteres, unteres Blatt etwas tiefer, muss das noch kein Problem sein.
Prüfe anschließend das Substrat, bevor du gießt. Sowohl ein sehr trockener als auch ein dauerhaft nasser Wurzelballen kann dazu führen, dass eine Pflanze die Blätter hängen lässt.
1. Die Monstera bekommt zu wenig Wasser
Ist das Substrat auch einige Zentimeter unter der Oberfläche trocken und fühlt sich der Topf ungewöhnlich leicht an, fehlt der Monstera wahrscheinlich Wasser.
Gieße die Pflanze gründlich, bis Wasser aus den Abflusslöchern läuft. Entferne anschließend das überschüssige Wasser aus dem Übertopf. Ist der Wurzelballen stark ausgetrocknet und nimmt kaum Wasser auf, kannst du den Topf eine Weile in Wasser stellen, sodass sich die Erde gut vollsaugen kann. Danach solltest du sie aber gut abtropfen lassen.
Wie du in Zukunft den richtigen Gießzeitpunkt bestimmst, erfährst du ausführlich in unserem Ratgeber zum Gießen der Monstera.
2. Zu viel Wasser oder geschädigte Wurzeln
Die Blätter hängen herunter, obwohl das Substrat nass ist? Hier solltest du nicht sofort erneut gießen. Bleibt die Erde lange feucht, riecht muffig oder werden zusätzlich Blätter gelb, können die Wurzeln geschädigt sein. Wie du bei Wurzelfäule vorgehen kannst, erklären wir dir in unserem Beitrag: "Wurzelfäule erkennen".
Dichtes Substrat verschärft das Problem, weil wenig Luft an die Wurzeln gelangt. Setze die Pflanze deshalb in einen luftigen Aroid Mix. Die grobe Struktur lässt überschüssiges Wasser besser ablaufen und schafft wieder ein ausgewogeneres Verhältnis aus Feuchtigkeit und Luft.
In einem transparenten Pflanztopf kannst du anschließend Wurzeln und Feuchtigkeit leichter beobachten. Das ideale Ergebnis ist kein dauerhaft nasser Topf, sondern ein gleichmäßig abtrocknendes Substrat mit festen, gesunden Wurzeln.
Weitere typische Warnzeichen findest du im Beitrag Monstera gelbe Blätter.
3. Die Monstera braucht eine Rankhilfe
Sind Blätter und Stiele fest, aber die Triebe hängen seitlich herunter, ist das häufig kein Pflegeproblem. Monsteras sind Kletterpflanzen und wachsen ohne Unterstützung zunehmend durcheinander denn die Pflanze sucht nach einer Klettermöglichkeit.
Ein passender Moosstab gibt den Trieben Halt und so kann die Monstera aufrechter und geordneter wachsen, während ihre Luftwurzeln eine geeignete Kletterfläche erhalten.
4. Standortwechsel, Kälte oder zu wenig Licht
Lässt die Pflanze ihre Blätter hängen und das passiert kurz nach dem Kauf, Umstellen oder Umtopfen, kann die Veränderung Stress ausgelöst haben. Auch kalte Zugluft und ein sehr dunkler Standort können die Pflanze schwächen.
Stelle sie hell mit indirektem Licht und möglichst geschützt vor kalter Zugluft auf. Verändere aber nicht ständig erneut den Standort. Bei stabiler Pflege sollte sich deine Pflanze bald erholen.
Alles zu Licht, Standort und allgemeiner Versorgung findest du in unserem Monstera-Pflegeguide.
5. Schädlinge schwächen die Pflanze
Kontrolliere Blattunterseiten, Blattachseln und neue Blätter. Helle Sprenkel, klebrige Stellen, schwarze Punkte, feine Gespinste oder verformte/schlaffe Blätter können auf Schädlinge hinweisen.
Stelle eine betroffene Pflanze zunächst getrennt von anderen Zimmerpflanzen auf. Wie du den Befall bestimmst und behandelst, erklären wir im Ratgeber Monstera-Schädlinge erkennen und bekämpfen.
FAQ
Warum lässt meine Pflanze trotz Gießen die Blätter hängen?
Möglicherweise ist das Substrat zu nass und die geschädigten Wurzeln können kein Wasser mehr richtig aufnehmen. Es kann aber auch vorkommen, dass nur die Oberfläche nass ist, während der innere Wurzelballen trocken bleibt. Prüfe deshalb immer mehrere Stellen im Topf.
Warum lässt meine Monstera nach dem Umtopfen die Blätter hängen?
Nach dem Umtopfen kann die Monstera vorübergehend gestresst reagieren. Vermeide Staunässe und stelle sie hell, aber ohne direkte Sonne auf.
Warum hängen nur die unteren Blätter meiner Monstera?
Ein einzelnes unteres Blatt kann altersbedingt hängen. Sind mehrere Blätter betroffen, solltest du Gießverhalten und Substratfeuchtigkeit prüfen.
Soll ich eine hängende Monstera düngen?
Nein. Hängende Blätter allein sind kein sicherer Hinweis auf Nährstoffmangel. Kläre zuerst Wasserhaushalt, Wurzeln, Standort und Schädlinge. Dünger kann geschädigte Wurzeln zusätzlich belasten.
Richten sich hängende Blätter wieder auf?
Bei vorübergehendem Wassermangel können die Blätter ihre Festigkeit zurückgewinnen. Sind Wurzeln oder Blattstiele bereits stark geschädigt, erholt sich möglicherweise erst das neue Wachstum vollständig. Gelbe Blätter werden zudem nicht wieder grün.
Fazit
Wenn deine Monstera die Blätter hängen lässt, solltest du nicht automatisch zur Gießkanne greifen. Prüfe zuerst, ob das Substrat trocken oder nass ist, kontrolliere bei Bedarf die Wurzeln und achte auf Standort und Schädlinge.
Sind die Blätter dagegen fest und hängen nur die Triebe herunter, braucht die Monstera wahrscheinlich eine stabile Rankhilfe statt mehr Wasser.
Weiterlesen: "Warum ein Moosstab so wichtig ist".






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