Ob deine Monstera schon bei dir steht oder du noch mit dem Kauf liebäugelst: Mit ein paar einfachen Grundlagen zur Monstera Pflege – zu Standort, Gießen, Substrat, Düngung und Rankstab – wird aus ihr schnell ein unkomplizierter, langlebiger Mitbewohner.
Dieser Ratgeber zur Monstera Pflege zeigt dir, worauf es dabei wirklich ankommt.
Standort
Als Regenwaldpflanze liebt die Monstera helles, aber gefiltertes Licht – so, als würde die Sonne durch ein Blätterdach fallen. Für eine gute Monstera Pflege ist ein Platz mit heller, indirekter Sonne ideal, etwa am Ost- oder Westfenster oder etwas abgerückt vom Südfenster. In direkter, starker Mittagssonne drohen Blattverbrennungen, in sehr dunklen Ecken bleiben die Blätter klein.
Temperaturen zwischen 18 und 29 °C sind gut, Zugluft und trockene Heizungsluft mag sie weniger. Steht sie stabil und bekommt genügend Licht, zeigt sie ihr volles Wachstumspotenzial – besonders, wenn später ein Moosstab ins Spiel kommt.
Gießen
Beim Gießen gilt für die Monstera: lieber durchdacht als nach Kalender. Sie liebt ein gleichmäßig leicht feuchtes Substrat, verträgt aber keine dauerhafte Nässe. Eine einfache Richtlinie lautet: Gieße erst, wenn die oberen 3–5 cm Erde trocken sind – dann großzügig, bis unten Wasser aus den Topflöchern läuft. Das Wasser im Übertopf solltest du anschließend abgießen, um Staunässe zu vermeiden.
Der Finger-Test ist hier das beste Hilfsmittel. Ein Finger, der einige Zentimeter tief in die Erde gedrückt wird, verrät schnell, wie es im Wurzelbereich aussieht: feucht und kühl bedeutet noch warten, trocken und krümelig bedeutet gießen.
Wie häufig dieser Punkt erreicht ist, hängt von vielen Faktoren ab: Größe von Topf und Pflanze, Lichtverhältnisse, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und der Art des Substrats. Daher sind starre Gießpläne wenig hilfreich. Bei vielen Monsteras liegt man mit ungefähr einem Gießen pro Woche als Startwert richtig, feinjustiert wird dann mit dem Finger-Test.
All das zeigt: Ohne das passende Substrat ist es schwer, ein gutes Gleichgewicht zwischen Feuchtigkeit und Luft im Topf zu halten – und damit eine zuverlässige Monstera Pflege sicherzustellen. Genau dort setzt der nächste Abschnitt an.
Substrat
In ihrem natürlichen Lebensraum wachsen Monstera in sehr lockeren, humusreichen und luftigen Substraten. Genau dieses Umfeld sorgt dafür, dass die Wurzeln gleichzeitig Wasser und genügend Sauerstoff erhalten. Ein gut abgestimmtes Substrat verzeiht viele kleine Gieß- und Düngefehler – etwas, das im Alltag der Monstera Pflege sehr beruhigend ist. In kompakter, handelsüblicher Blumenerde hingegen steht die Pflanze schnell zu nass und die Wurzeln „ersticken“ förmlich.
Optimal ist eine strukturreiche Mischung: grobe Komponenten wie Rinde oder mineralische Zuschläge schaffen Luftporen und Stabilität, feinere Bestandteile speichern Wasser. Staunässe hat so deutlich weniger Chancen und damit auch Wurzelfäule.
In diesem Blog Beitrag kannst Du mehr zum Thema Substrat lesen: Monstera Erde mischen.
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Düngen
Damit deine Monstera ihr volles Potenzial entfalten kann, benötigt sie in der Wachstumszeit (Frühling bis Spätsommer) eine kontinuierliche Nährstoffzufuhr – ein wichtiger Baustein der Monstera Pflege. Flüssigdünger im 2-Wochen-Rhythmus ist zwar ein gängiger Weg, doch im Alltag gerät das leicht in Vergessenheit – mit der Folge, dass das Wachstum spürbar nachlässt.
Sehr komfortabel sind hier Langzeit- bzw. Depotdünger: Sie werden einmal in die Erde eingearbeitet und geben ihre Nährstoffe über Monate hinweg gleichmäßig ab. Auf diese Weise musst du nur selten ans Düngen denken und vermeidest starke Schwankungen im Nährstoffangebot, was besonders den Wurzeln und damit der gesamten Pflanze zugutekommt.
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Wachstum und Moosstab
Die Monstera beginnt im Schatten des Waldbodens und klettert mit ihren Luftwurzeln an Stämmen hoch ins Licht. Erst in dieser kletternden Wuchsform zeigt sie ihr volles Potenzial: große, tief geschlitzte und gelochten Blätter – ein Ziel vieler Pflanzenliebhaber bei der Monstera Pflege.
Im Topf kann ein Moosstab diese Wachstumsform nachbilden. Die Luftwurzeln finden Halt, wachsen in das feuchte Füllmaterial hinein und erschließen sich so zusätzliche Wasser- und Nährstoffquellen. Unser PlantMe Moosstab ist dafür speziell dafür gedacht: Er ist modular, leicht zu verlängern, innen mit Sphagnum befüllbar und über eine integrierte Gießhilfe einfach zu bewässern. Die rückseitigen „Moisture Guards“ halten die Feuchtigkeit länger im Stab. Das Ergebnis ist eine schön aufrecht wachsende Monstera mit stabilen Trieben und größeren Blättern.
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Sonstige Pflege
Zwei einfache Maßnahmen haben einen überraschend großen Einfluss auf die Gesundheit deiner Monstera und runden die Monstera Pflege ab:
Substrat durchspülen: Im Laufe der Zeit lagern sich Düngersalze im Substrat ab. Stelle die Pflanze daher alle paar Monate in die Dusche und spüle den Topf gründlich mit Wasser durch. Das wäscht überschüssige Salze aus und schont die Wurzeln.
Blätter reinigen: Staubschichten auf den Blättern wirken wie ein grauer Schleier und reduzieren die Photosynthese. Beim Durchspülen kannst du die Blätter gleich sanft mit abduschen – so werden sie sauber, glänzen natürlicher und können wieder mehr Licht aufnehmen.
Umtopfen
Umtopfen ist dann nötig, wenn:
viele Wurzeln unten aus den Abzugslöchern wachsen
das Substrat ungewöhnlich schnell austrocknet
der Wurzelballen den Topf fast komplett ausfüllt
Der günstigste Zeitpunkt liegt im Frühling bis frühen Sommer, wenn die Monstera ohnehin aktiv wächst – ein idealer Moment, um die Monstera Pflege an das neue Wachstum anzupassen. Wähle einen Topf, der etwa 20% größer ist, und fülle ihn mit frischer, luftiger Substratmischung.
Tipp: In einem transparenten Pflanztopf kannst du danach beobachten, wie die Wurzeln sich entwickeln.
Vermehren
Die Monstera lässt sich sehr einfach über Stammstecklinge vermehren. Wichtig ist, dass jeder Steckling mindestens eine Nodie hat. Diese sitzt immer dort, wo ein Blattstiel am Stamm ansetzt (Blattachsel). Typischerweise entspringen in diesem Bereich auch die Luftwurzeln.
So gehst du weiter vor – kurz und knapp:
Steckling schneiden
Ein Stück mit 1–2 gesunden Blättern und einer Nodie wählen. Mit sauberem, scharfem Werkzeug knapp unter der Nodie schneiden.
Bewurzeln
Den Steckling in Wasser, feuchtes Sphagnum oder ein sehr luftiges Substrat setzen. Hell stellen, aber ohne direkte Sonne, damit er nicht austrocknet.
Wurzeln beobachten & eintopfen
In kleinen transparenten Töpfen kannst du gut sehen, wann sich genügend Wurzeln gebildet haben. Sind sie ein paar Zentimeter lang und der Topf leicht durchwurzelt, kommt der Steckling in einen etwas größeren Topf mit passender Monstera-Erde – und wächst von dort zur eigenständigen Pflanze heran. Auch hier gilt: Sorgfältige Monstera Pflege von Beginn an zahlt sich aus.
Fazit
Die Monstera ist eine pflegeleichte Pflanze – und mit der richtigen Monstera Pflege und dem passenden Equipment wird sie fast zum Selbstläufer. Ein geeigneter Standort, durchdachtes Gießen, ein luftiges Substrat, gleichmäßige Düngung und eine gute Rankhilfe bilden die Basis. Ergänzt durch gelegentliches Durchspülen des Substrats, etwas Blattpflege und rechtzeitiges Umtopfen entsteht ein stimmiges System, in dem sich die Pflanze sichtbar wohlfühlt.






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