Monstera Schädlinge: Erkennen, bekämpfen und vorbeugen

Monstera Schädlinge: Erkennen, bekämpfen und vorbeugen

Schädlinge an der Monstera sind ärgerlich, aber kein Grund zur Panik. Wenn du früh erkennst, was los ist, lässt sich ein Monstera Befall oft gut eindämmen. Wichtig ist nur: Nicht einfach irgendetwas sprühen, sondern erst genau hinschauen.

In diesem Beitrag erfährst du, woran du erkennst, ob deine Monstera Schädlinge hat und wie du Schritt für Schritt vorgehst, um Monstera Schädlinge loszuwerden.


Inhaltsverzeichnis

  • Wie erkenne ich, dass meine Monstera Schädlinge hat?
  • Welche Schädlinge hat meine Monstera?
  • Woher kommen Monstera Schädlinge?
  • Monstera Schädlinge bekämpfen: Schritt für Schritt
  • Mittel gegen Monstera Schädlinge
  • Monstera nach Schädlingsbefall erholen lassen
  • Wie beuge ich Monstera Schädlingen vor?
  • FAQ
  • Fazit


Wie erkenne ich, dass meine Monstera Schädlinge hat?

Ein Monstera Befall zeigt sich oft nicht sofort durch sichtbare Tiere. Häufig fallen zuerst kleine Veränderungen an Blättern, Blattunterseiten oder im Substrat auf. Schau dir deshalb nicht nur die großen Blattflächen an, sondern besonders die versteckten Stellen.

Prüfe vor allem:

  • Blattunterseiten
  • Blattstiele
  • Blattachseln
  • neue, noch eingerollte Blätter
  • den Übergang von Stamm zu Substrat
  • Topfrand, Untersetzer und Übertopf
  • die Substratoberfläche
  • bei Verdacht auch den Wurzelballen

Typische Warnsignale sind:

  • klebrige Blätter oder klebrige Flecken unter der Pflanze
  • silbrige, graue oder helle Sprenkel auf den Blättern
  • schwarze kleine Punkte auf Blattunterseiten
  • feine Gespinste
  • weiße watteartige Stellen
  • braune feste Höcker an Stielen oder Blättern
  • verformte neue Blätter
  • gelbe Blätter ohne klare Pflegeursache oder Alterung
  • kleine Fliegen, die beim Gießen aus der Erde aufsteigen
  • weiße Tierchen oder watteartige Beläge an Wurzeln
  • unregelmäßige Fraßstellen oder Schleimspuren

Klebrige Blätter sind ein besonders wichtiger Hinweis. Wenn deine Monstera klare Wassertropfen an Blattspitzen bildet, kann das normale Guttation sein. Wenn die Stellen aber klebrig sind, solltest du genauer auf Schildläuse, Wollläuse, Blattläuse oder Weiße Fliegen prüfen. Mehr zum Unterschied findest du in unserem Beitrag „Monstera tropft“.

Gleichzeitig gilt: Gelbe Blätter, braune Flecken oder hängende Blätter bedeuten nicht automatisch Schädlinge. Auch zu viel Wasser, zu wenig Licht, trockene Luft, Nährstoffprobleme oder Wurzelschäden können ähnliche Symptome verursachen. Genau deshalb lohnt sich immer der Blick auf die ganze Pflanze und die Pflegebedingungen.

Welche Schädlinge hat meine Monstera?

                                           

Häufige Monstera Schädlinge

Thripse

Thripse sind sehr kleine, längliche Insekten. Du erkennst sie oft nicht zuerst an den Tieren selbst, sondern am Schadbild: silbrig-graue Stellen, feine helle Sprenkel, schwarze Kotpunkte und verformte neue Blätter. Thripse sitzen gerne auf Blattunterseiten, an jungen Blättern und in eingerollten Bereichen.

Bei Monstera sind Thripse besonders ärgerlich, weil sie frische Blätter schon beschädigen können, bevor diese sich vollständig entfalten. Kontrolliere deshalb neue Blätter besonders gründlich. 
Wie du speziell diese kleinen Plagegeister los wirst, erklären wir dir in unserem Beitrag "Monstera Thripse erkennen und bekämpfen".

Spinnmilben

Spinnmilben sind winzig und treten besonders gerne bei warmer, trockener Luft auf. Typisch sind feine helle Sprenkel auf den Blättern und bei stärkerem Befall zarte Gespinste, vor allem an Blattunterseiten, Blattstielen und neuen Trieben.

Spinnmilben sind keine Insekten, sondern Milben. Für die Praxis ist vor allem wichtig: Sie sind sehr klein, vermehren sich bei passenden Bedingungen schnell und werden oft erst spät bemerkt. Wie du sie jedoch erkennen und bekämpfen kannst, erklären wir dir hier.

Wollläuse

Wollläuse sehen aus wie kleine weiße Wattebäusche. Sie verstecken sich gerne in Blattachseln, an Blattstielen, unter Blättern oder an schwer zugänglichen Stellen. Oft hinterlassen sie klebrigen Honigtau. Bei starkem Befall können Blätter zusätzlich stumpf, geschwächt oder verschmutzt wirken.

Bei einer großen Monstera solltest du besonders die Blattstielansätze und enge Stellen am Stamm prüfen. Dort sitzen Wollläuse oft länger unbemerkt.

Schildläuse

Schildläuse wirken auf den ersten Blick oft gar nicht wie Tiere, sondern wie kleine braune, beige oder grünliche Erhebungen am Stiel oder auf der Blattunterseite. Sie sitzen fest an der Pflanze und saugen Pflanzensaft. Auch sie können klebrigen Honigtau hinterlassen.

Ein guter Test: Streiche vorsichtig mit dem Fingernagel oder einem Holzstäbchen über den vermeintlichen Höcker. Lässt er sich abheben, kann es eine Schildlaus sein.

Blattläuse

Blattläuse sind bei Monstera im Innenraum nicht immer die häufigsten Schädlinge, können aber vorkommen. Sie sitzen oft an jungen, weichen Trieben oder frischen Blättern. Typisch sind verformtes Wachstum, klebrige Stellen und sichtbare Gruppen kleiner grüner, schwarzer oder gelblicher Tiere.

Blattläuse fallen oft schneller auf als Thripse oder Spinnmilben, weil sie in Gruppen sitzen und mit bloßem Auge gut erkennbar sind.

Mehr Informationen zu Monstera Läusen findest du hier.

Trauermücken

Trauermücken erkennst du an kleinen dunklen Fliegen, die aus der Erde aufsteigen oder am Topf herumfliegen. Die erwachsenen Tiere sind vor allem lästig. Problematisch können bei starkem Befall die Larven im Substrat werden, weil sie an organischem Material und feinen Wurzeln fressen können. Besonders dauerhaft feuchte Erde macht es Trauermücken leicht.

Wenn beim Gießen viele kleine Fliegen auffliegen, solltest du nicht nur die Pflanze, sondern vor allem das Substrat und dein Gießverhalten prüfen.

Seltene Monstera Schädlinge

  • Weiße Fliegen: kleine helle Insekten, die bei Bewegung auffliegen
  • Wurzel-Wollläuse: weiße, wachsige Beläge an Wurzeln oder Substrat
  • Springschwänze: meist Hinweis auf dauerhaft feuchtes Substrat
  • Weichhautmilben: mögliche Ursache für verkrüppelte neue Blätter
  • Schnecken: selten bei Zimmer-Monstera, eher nach einem Sommer draußen


Woher kommen Monstera Schädlinge?

Monstera Schädlinge entstehen nicht einfach aus dem Nichts. Meist werden sie unbemerkt eingeschleppt. Das kann zum Beispiel über neue Pflanzen, Substrat, Pflanzenreste, Schnittblumen oder Pflanzen, die zeitweise draußen standen passieren.

Besonders neue Zimmerpflanzen sind eine häufige Quelle, weil einzelne Schädlinge, Eier oder Larven beim Kauf oder Versand leicht übersehen werden. Auch feuchtes Substrat kann vor allem Trauermücken begünstigen oder bereits beim Kauf Schädlinge beherbergen. Wenn deine Monstera im Sommer draußen stand, können außerdem Insekten, Milben oder Schnecken mit in die Wohnung kommen.

Kleine Fliegen an Obst oder Gemüse sind dagegen meist Obstfliegen und keine typischen Monstera Schädlinge. Sie werden aber leicht mit Trauermücken verwechselt.

Kurz gesagt: Die meisten Schädlinge werden eingeschleppt. Deshalb helfen regelmäßige Kontrolle, Abstand zu neuen Pflanzen und eine kurze Quarantäne dabei, einen Monstera Befall früh zu erkennen.

 

Monstera Schädlinge bekämpfen: Schritt für Schritt

Wenn du Schädlinge an deiner Monstera entdeckst, geh ruhig und systematisch vor.

1. Pflanze isolieren

Stelle die betroffene Monstera von anderen Pflanzen weg. So reduzierst du das Risiko, dass sich der Befall ausbreitet. Prüfe direkt auch die Pflanzen, die daneben standen.

2. Schädling bestimmen

Bevor du behandelst, solltest du möglichst genau wissen, womit du es zu tun hast. Thripse, Spinnmilben, Wollläuse, Schildläuse, Trauermücken und Wurzel-Wollläuse brauchen unterschiedliche Maßnahmen. Eine Lupe oder die Zoomfunktion am Handy hilft sehr.

3. Pflanze abduschen oder abwischen

Viele Schädlinge lassen sich zumindest teilweise mechanisch entfernen. Dusche die Monstera lauwarm ab oder wische große Blätter mit einem feuchten Tuch ab. Besonders Blattunterseiten und Blattstiele sind wichtig. Bei großen Pflanzen funktioniert die Dusche oft besser als Sprühen mit einer kleinen Flasche.

Achte darauf, dass die Pflanze danach gut abtrocknen kann und nicht dauerhaft nass in einem dunklen, schlecht belüfteten Bereich steht.

4. Stark befallene Blätter entfernen

Wenn einzelne Blätter sehr stark befallen oder ohnehin stark geschädigt sind, kannst du sie entfernen. Das reduziert die Schädlingsmenge und macht die weitere Behandlung leichter. Desinfiziere die Schere danach.

5. Je nach Schädling gezielt behandeln

 Schädling Besondere Behandlung
Wollläuse Sichtbare Tiere vorsichtig entfernen.
Schildläuse Tiere mechanisch abstreifen, da sie fest an der Pflanze sitzen.
Trauermücken Substrat weniger feucht halten, bei starkem Befall austauschen; erwachsene Tiere mit Gelbtafeln abfangen.
Thripse Wiederholte Behandlungen durchführen, da nicht alle Entwicklungsstadien gleichzeitig erfasst werden.
Spinnmilben Wiederholte Behandlungen durchführen, da nicht alle Entwicklungsstadien gleichzeitig erfasst werden.


Wenn du Pflanzenschutzmittel verwendest, nimm nur Produkte, die für Zimmerpflanzen beziehungsweise Zierpflanzen und den jeweiligen Schädling geeignet sind.

Lies die Anwendung genau und teste empfindliche Pflanzen lieber erst an einer kleinen Stelle. Öle, Seifenpräparate oder andere Sprays können Blätter schädigen, besonders bei direkter Sonne, Hitze oder falscher Dosierung. Achte auch auf Warnhinweise für die Nutzung in Innenräumen vor allem wenn Kinder oder Haustiere in der Nähe sind.

6. Behandlung wiederholen

Einmal behandeln reicht selten. Viele Schädlinge haben Eier oder Larvenstadien, die später nachkommen. Kontrolliere deine Monstera deshalb über mehrere Wochen regelmäßig und wiederhole die passende Maßnahme nach Bedarf.


Moosstab bei Schädlingsbefall mit kontrollieren

Schädlinge sitzen meistens direkt an der Pflanze oder im Substrat, trotzdem solltest du bei einem Befall auch den Moosstab kontrollieren.

Wenn das Moos stark verschmutzt ist oder du es nach einem Befall austauschen möchtest, kannst du es mit frischem Sphagnum Moos ersetzen.

Den Moosstab selbst kannst du vorsichtig mit zimmertemperiertem Wasser auswaschen und anschließend gut trocknen lassen. Bitte lege ihn nicht in heißes Wasser und übergieße ihn auch nicht damit.


Nützlinge, Neemöl und andere Mittel gegen Monstera Schädlinge

Neben Abduschen, Abwischen und gezielter Pflegeanpassung gibt es verschiedene Möglichkeiten, Schädlinge an der Monstera zu bekämpfen. Welche Methode sinnvoll ist, hängt stark davon ab, welcher Schädling vorliegt, wie stark der Befall ist und ob die Pflanze einzeln steht oder Teil einer größeren Pflanzensammlung ist.

Nützlinge können besonders hilfreich sein, wenn der Befall früh erkannt wird und du möglichst schonend vorgehen möchtest.

Wichtig: Nützlinge werden gezielt gegen bestimmte Schädlinge eingesetzt. Sie interessieren sich nicht für deine Möbel, Lebensmittel oder dich.
Sobald kaum noch Schädlinge vorhanden sind, verschwinden sie nach und nach von selbst oder sterben ab. Sie bauen in der Wohnung normalerweise keine dauerhafte Population auf, wenn die passenden Bedingungen und Nahrung fehlen.

Auch Neemöl, ölhaltige Präparate, Seifenpräparate oder systemische Mittel werden häufig zur Schädlingsbekämpfung an Zimmerpflanzen eingesetzt. Dabei gilt: Verwende nur Mittel, die für Zimmerpflanzen beziehungsweise Zierpflanzen und den jeweiligen Schädling zugelassen sind. Lies die Gebrauchsanleitung genau und halte dich an Dosierung, Anwendungshäufigkeit und Sicherheitshinweise.

Methode Geeignet bei Vorteile Nachteile Wichtig zu beachten
Mechanische Reinigung Leichter bis mittlerer Befall, sichtbare Schädlinge, erste Maßnahme bei fast allen Befällen Sofort umsetzbar, ohne Pflanzenschutzmittel, reduziert die Schädlingsmenge schnell Erwischt Eier und versteckte Tiere oft nicht vollständig Blattunterseiten, Blattstiele und Blattachseln gründlich abwischen oder abduschen; nach einigen Tagen wiederholen
Nützlinge Vor allem Thripse, Spinnmilben, Blattläuse, Wollläuse oder Weiße Fliegen, je nach Nützlingsart Schonend, sinnvoll bei mehreren Pflanzen, gute Ergänzung zur regelmäßigen Kontrolle Wirken nicht sofort, brauchen passende Temperatur und Luftfeuchte, nicht jeder Nützling passt zu jedem Schädling Schädling vorher möglichst genau bestimmen; keine ungeeigneten Sprays parallel einsetzen
Neemöl oder ölhaltige Präparate Häufig bei weichhäutigen Schädlingen, jungen Stadien von Schildläusen, Wollläusen, Weißen Fliegen, Spinnmilben oder Thripsen Kann mehrere Schädlinge erfassen, gut für wiederholte Behandlungen geeignet Kann Blätter bei falscher Anwendung schädigen, wirkt oft nur bei gründlicher Benetzung, nicht immer ausreichend bei starkem Befall Immer nach Etikett anwenden, erst an kleiner Stelle testen, nicht bei Hitze oder direkter Sonne einsetzen
Seifenpräparate / Kontaktmittel Weichhäutige Schädlinge wie Blattläuse, junge Wollläuse, teils Spinnmilben Kontaktwirkung, oft gut für frühe Befälle Wirkt nur dort, wo das Mittel die Schädlinge direkt erreicht; kann empfindliche Blätter stressen Gründliche Benetzung nötig, Anwendung wiederholen, vorher an einem Blatt testen
Systemische Mittel Je nach Zulassung bei saugenden Schädlingen wie Schildläusen, Wollläusen, Blattläusen oder Thripsen Können auch versteckter sitzende saugende Schädlinge erreichen Nicht jedes Mittel ist für Innenräume, Zimmerpflanzen oder alle Schädlinge geeignet; rechtliche Vorgaben beachten Nur zugelassene Mittel verwenden, Gebrauchsanleitung genau lesen, nicht vorsorglich oder wahllos einsetzen

 

Bei starkem oder wiederkehrendem Befall solltest du nicht ständig zwischen verschiedenen Mitteln wechseln, sondern konsequent nach Plan behandeln und die Pflanze weiter kontrollieren. 

Wichtig: In Deutschland sollten Pflanzenschutzmittel nur entsprechend Zulassung, Anwendungsgebiet und Gebrauchsanleitung eingesetzt werden.


Monstera nach Schädlingsbefall erholen lassen

Nach einem Schädlingsbefall sieht deine Monstera oft etwas weniger schön aus. Braune Stellen, gelbe Blätter oder geschwächtes Wachstum können zurückbleiben, auch wenn die Schädlinge bereits behandelt wurden. Wichtig zu wissen: Alte Blattschäden heilen nicht mehr vollständig aus, aber du kannst deine Pflanze jetzt gezielt dabei unterstützen, wieder kräftig und schön nachzuwachsen.

Nach der Behandlung hilft es, die Monstera in eine stabile Pflegeroutine zurückzubringen. Ein luftiges, sauberes Substrat wie unser Aroid Mix unterstützt gesunde Wurzeln und beugt Staunässe vor. Wenn der Wurzelbereich betroffen war oder das alte Substrat stark belastet ist, lohnt sich das Umtopfen besonders.

Transparente Töpfe sind dabei praktisch, weil du die Wurzeln und die Feuchtigkeit im Substrat besser im Blick behalten kannst. So erkennst du schneller, ob das Substrat noch feucht ist und wie sich die Wurzeln nach dem Stress erholen.

Unterstützend kannst du Aminosäuren geben, damit sich die Pflanze nach dem Stress schneller regeneriert. Sie helfen deiner Monstera dabei, neue Kraft zu sammeln und frische, gesunde Blätter zu bilden. Die alten Schäden bleiben zwar sichtbar, aber neue Blätter können wieder kräftiger, schöner und gleichmäßiger wachsen.

So wird aus einer geschwächten Pflanze Schritt für Schritt wieder eine Monstera, die dir Freude macht.


Wie beuge ich Monstera Schädlingen vor?

Ganz verhindern lassen sich Schädlinge selten. Aber du kannst das Risiko deutlich senken.

Neue Pflanzen in Quarantäne stellen

Neue Pflanzen sollten nicht sofort direkt neben deine bestehende Sammlung. Stelle sie für mindestens zwei Wochen separat, bei größeren Sammlungen oder empfindlichen Pflanzen besser etwa drei Wochen. Kontrolliere in dieser Zeit Blattunterseiten, Blattachseln, Topfrand und Substrat.

Pflanzen vor dem Kauf prüfen

Schau dir neue Pflanzen schon vor dem Kauf genau an. Aber nicht alles, was auf einer Pflanze krabbelt, ist automatisch ein Monstera Schädling: Viele Gartencenter oder Händler setzen gezielt Nützlinge ein. Wenn du unsicher bist, sprich am besten mit dem Kundensupport.

Blätter regelmäßig kontrollieren

Gewöhne dir an, beim Gießen kurz die Pflanzen zu checken. Frühe Monstera Befälle sind deutlich leichter zu behandeln als ein starker Befall, der sich schon über mehrere Pflanzen verteilt hat.

Nicht dauerhaft zu nass halten

Trauermücken und viele Probleme im Wurzelbereich profitieren von dauerhaft feuchtem Substrat. Gieße deine Monstera lieber nach Bedarf statt nach Kalender. Wenn dein Substrat sehr lange nass bleibt oder stark verdichtet ist, kann ein strukturreiches Substrat helfen.

Luftige Erde verwenden

Monstera mögen ein strukturreiches, luftiges Substrat. Verdichtete Erde bleibt oft lange nass und kann die Wurzeln stressen. Geschwächte Pflanzen sind nicht automatisch befallen, aber sie kommen mit Stress und Schädlingsdruck oft schlechter zurecht.

Ein Substrat wie der Aroid Mix mit grober Struktur ist deshalb nicht nur für das Wachstum sinnvoll, sondern hilft auch, Staunässe zu vermeiden und weniger günstige Bedingungen für Trauermücken zu schaffen.

Abgestorbene Pflanzenteile entfernen

Tote Blätter, alte Blattreste und dauerhaft nasses organisches Material können Monstera Schädlinge begünstigen. Halte Topf und Substratoberfläche deshalb sauber.

Pflanzen von draußen besonders prüfen

Wenn deine Monstera im Sommer draußen stand, kontrolliere sie sehr gründlich, bevor sie wieder in die Wohnung kommt. Draußen ist der Kontakt zu Insekten, Milben, Schnecken und anderen Tieren deutlich größer.


FAQ

Welche Schädlinge hat eine Monstera am häufigsten?

Häufig sind Thripse, Spinnmilben, Wollläuse, Schildläuse, Blattläuse und Trauermücken. 

Welche seltenen Schädlinge können an Monstera vorkommen?

Seltener können Weiße Fliegen, Wurzel-Wollläuse, Weichhautmilben oder Schnecken vorkommen. Springschwänze werden ebenfalls oft entdeckt, sind aber meistens eher ein Hinweis auf feuchtes Substrat als ein echter Pflanzenschädling.

Sind Monstera Schädlinge gefährlich?

Ein leichter Befall ist meist gut behandelbar. Gefährlich wird es für deine Pflanzen, wenn Schädlinge lange unbemerkt bleiben, sich stark vermehren oder mehrere Pflanzen befallen. 

Muss ich meine Monstera bei Schädlingsbefall wegwerfen?

Nicht unbedingt und vor allem nicht sofort. Viele Befälle lassen sich behandeln. Wegwerfen kann sinnvoll sein, wenn eine Pflanze sehr stark befallen, stark geschädigt oder eine Gefahr für eine größere Pflanzensammlung ist.

Können Schädlinge aus neuer Erde kommen?

Ja, vor allem Trauermücken können über feuchtes, organisches Substrat eingeschleppt oder begünstigt werden. Selten können auch Wurzel-Schädlinge im Substrat eingeschleppt werden.

Können Schädlinge von Obst oder Gemüse auf die Monstera gehen?

Meistens nicht direkt. Kleine Fliegen an Obst sind oft Obstfliegen und keine typischen Monstera Schädlinge. Sie werden aber leicht mit Trauermücken verwechselt. 

Was hilft am schnellsten gegen Monstera Schädlinge?

Am schnellsten hilft ein klarer Ablauf: Pflanze isolieren, Schädling bestimmen, Blätter abduschen oder abwischen, stark befallene Stellen entfernen und anschließend gezielt behandeln. Wichtig ist, die Kontrolle über mehrere Wochen zu wiederholen.

Helfen Nützlinge gegen Monstera Schädlinge?

Ja, Nützlinge können helfen, wenn sie zum jeweiligen Schädling passen und richtig eingesetzt werden. Wichtig ist, den Schädling vorher möglichst genau zu bestimmen und keine ungeeigneten Sprays parallel einzusetzen.

Ist Neemöl gut gegen Monstera Schädlinge?

Neemöl oder neemhaltige Präparate können gegen verschiedene Schädlinge eingesetzt werden, müssen aber sorgfältig angewendet werden.

Wie erholt sich eine Monstera nach Schädlingsbefall?

Gib ihr stabile Bedingungen, kontrolliere sie weiter regelmäßig und vermeide zusätzlichen Stress. In der Erholungsphase kannst du die Pflanze mit Aminosäuren unterstützen.

Wie lange sollte eine neue Monstera in Quarantäne?

Mindestens ein bis zwei Wochen sind sinnvoll. Wenn du viele Pflanzen hast oder besonders vorsichtig sein möchtest, sind etwa drei Wochen besser. In dieser Zeit solltest du die Pflanze regelmäßig gründlich kontrollieren.


Fazit

Monstera Schädlinge sind kein Zeichen dafür, dass du etwas falsch gemacht hast. Oft werden sie mit neuen Pflanzen eingeschleppt oder durch verschiedene Bedingungen begünstigt. Entscheidend ist, dass du früh hinschaust und ruhig vorgehst.

Mit Quarantäne, regelmäßiger Kontrolle, sauberem Substrat und guter Pflege senkst du das Risiko deutlich, dass aus einem kleinen Monstera Befall ein größeres Problem wird.

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