Monstera vermehren: Ableger schneiden, Stecklinge bewurzeln und richtig eintopfen

Monstera vermehren: Ableger schneiden, Stecklinge bewurzeln und richtig eintopfen

Du möchtest deine Monstera vermehren und aus einer Pflanze mehrere machen? Das klappt bei der Monstera besonders gut, wenn du weißt, wo du schneiden musst und worauf es bei der Bewurzelung ankommt.

In diesem Beitrag erfährst du, wie du Monstera Ableger richtig vorbereitest, wann du einen Monstera Steckling eintopfen kannst und worauf du achten solltest, wenn du Monstera Ableger schneiden oder Monstera Ableger ziehen möchtest.

Die Methoden in diesem Beitrag funktionieren nicht nur bei Monsteras, sondern lassen sich in ähnlicher Form auch bei vielen anderen Aroiden anwenden, zum Beispiel Philodendron, Epipremnum, Scindapsus oder Syngonium.

 

Inhaltsverzeichnis

  • Welche Methoden gibt es?
  • Das ist vor dem Schneiden wichtig
  • Die Methoden
  • Wie lange dauert die Bewurzelung von Monstera Ablegern?
  • Steckling eintopfen
  • Fäulnis vermeiden
  • Häufige Fehler
  • FAQ
  • Fazit


Monstera vermehren: Welche Methoden gibt es?

Welche Methode am besten passt, hängt davon ab, wie groß deine Pflanze ist, wie sicher du arbeiten möchtest und ob du die Wurzeln beobachten willst.

Methode Geeignet für Vorteil Nachteil
Steckling im Wasser Anfänger, einzelne Stecklinge Wurzeln gut sichtbar Wasserwurzeln müssen sich später an Substrat gewöhnen
Steckling in Substrat Stecklinge mit guter Nodie weniger Umstellung nach dem Bewurzeln Wurzeln sind schlechter sichtbar
Abmoosen große oder wertvolle Pflanzen Wurzeln entstehen vor dem Schnitt dauert länger und braucht Kontrolle
Samen Anzucht-Projekte spannend von Anfang an langsam, nicht sortenecht bei Variegation

Für die meisten Pflanzenfans ist Monstera vermehren über Stecklinge im Wasser der einfachste Start. Wenn du aber eine größere oder seltenere Monstera hast, kann Abmoosen sicherer sein, weil der neue Pflanzenteil schon Wurzeln bildet, bevor du ihn von der Mutterpflanze trennst.


Das ist vor dem Monstera Ableger schneiden wichtig

Bevor du deine Monstera Ableger schneiden möchtest, schau dir den Stamm genau an. Die Nodie sitzt dort, wo ein Blattstiel am Stamm ansetzt. Häufig befindet sich in diesem Bereich auch eine Luftwurzel oder ein kleiner brauner Knubbel.

Ein guter Monstera Ableger hat idealerweise:

  • mindestens eine Nodie
  • ein gesundes Blatt
  • einen festen, nicht matschigen Stamm
  • optional eine Luftwurzel
  • keine Schädlinge
  • keine fauligen Stellen

Eine Luftwurzel ist hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Entscheidend ist die Nodie. Ohne diesen Wachstumsknoten fehlt der Pflanze der Punkt, aus dem ein neuer Trieb entstehen kann. Wenn du eine Monstera vermehren möchtest, ist die Nodie deshalb wichtiger als die Größe des Blattes.

Schneide immer mit einem sauberen, scharfen Messer oder einer sauberen Schere. Quetschungen und verschmutztes Werkzeug erhöhen das Risiko, dass die Schnittstelle fault oder sich Krankheitserreger ausbreiten.

Der beste Zeitpunkt zum Monstera Ableger schneiden ist Frühling bis Sommer. Dann gibt es mehr Licht, die Temperaturen sind höher und die Pflanze wächst aktiver. Im Herbst oder Winter ist es auch möglich, aber die Bewurzelung dauert oft länger.

Tipp: Beschneide deine Mutterpflanze am besten nur, wenn sie gesund und gut versorgt ist. So kann sie den Verlust an Pflanzenmasse besser ausgleichen und der neue Monstera Ableger startet mit besseren Voraussetzungen.

Methode 1: Monstera vermehren im Wasser

Die Wassermethode ist besonders beliebt, weil du die Wurzelbildung gut beobachten kannst. Gerade wenn du deine Monstera vermehren möchtest und noch wenig Erfahrung hast, ist diese Methode oft der einfachste Einstieg.

Du brauchst:

  • einen Monstera Steckling mit Nodie
  • ein sauberes Glas oder Gefäß
  • zimmerwarmes Wasser
  • einen hellen Standort ohne direkte Mittagssonne

Schritt 1: Monstera Steckling schneiden

Wähle einen Abschnitt mit 1–2 gesunden Blättern und mindestens einer Nodie. Schneide knapp unterhalb des Wachstumsknotens. Der Monstera Steckling sollte nicht unnötig lang sein, weil ein langer Stammabschnitt im Wasser leichter faulen kann.

Wenn sehr viel Blattmasse vorhanden ist, kann es sinnvoll sein, den Steckling kleiner zu halten. So verliert er weniger Wasser über die Blätter und kann mehr Energie in die Wurzelbildung stecken. Das ist besonders hilfreich, wenn du mehrere Monstera Ableger gleichzeitig vorbereitest.

Schritt 2: Monstera Steckling ins Wasser stellen

Fülle ein sauberes Glas mit zimmerwarmem Wasser. Die Nodie sollte im Wasser stehen, damit sich dort Wurzeln bilden können. Der Stamm sollte aber nicht tiefer als nötig im Wasser liegen.

Achte darauf:

  • nur die Nodie bzw. Luftwurzel steht im Wasser
  • das Blatt bleibt trocken
  • das Glas ist stabil
  • das Wasser ist sauber
  • der Standort ist hell, aber nicht sonnig-heiß

Ein transparentes Glas ist praktisch, weil du Wurzeln, Wasserqualität und mögliche Fäulnis schnell erkennst. Wenn das Wasser sehr hell steht, kann es allerdings schneller veralgen. Beim Monstera vermehren im Wasser ist regelmäßige Kontrolle deshalb besonders wichtig.

Wenn du deine Pflanze später nicht im Glas lassen möchtest, kannst du sie nach der Bewurzelung in einen transparenten Pflanztopf setzen. So behältst du die Wurzelentwicklung auch im Substrat besser im Blick.

Ergänzend dazu findest du hier mehr zur dauerhaften Wasserhaltung: Monstera in Wasser halten

Schritt 3: Wasser kontrollieren

Wechsle das Wasser, wenn es trüb wird, muffig riecht oder sich Beläge bilden. Gerade in den ersten Tagen können Pflanzensäfte, kleine Gewebereste oder Schmutz das Wasser belasten.

Kontrolliere dabei auch die Schnittstelle. Sie sollte fest bleiben. Wird sie weich, braun oder matschig, schneide den fauligen Teil mit sauberem Werkzeug zurück und setze den Monstera Steckling wieder in frisches Wasser.

Schritt 4: Wurzeln abwarten

Unter guten Bedingungen zeigen sich oft nach einigen Wochen die ersten Wurzeln. Manchmal geht es schneller, manchmal dauert es deutlich länger. Wichtig ist: Nicht jeder Steckling bildet sofort neue Blätter. Häufig wächst zuerst das Wurzelsystem.

Topfe den Monstera Steckling erst ein, wenn mehrere Wurzeln ein paar Zentimeter lang sind. Noch besser ist es, wenn sich schon kleine Seitenwurzeln gebildet haben. So ist der Monstera Ableger stabiler, wenn er später in Substrat kommt.

Methode 2: Monstera Steckling in anderen Medien bewurzeln

Du kannst einen Monstera Ableger nicht nur in Wasser, sondern auch direkt in einem anderen Medium ziehen. Vielleicht hast du in diesem Zusammenhang schon einmal von einer Propagation Box gehört. Damit ist meistens eine kleine Vermehrungsbox gemeint, in der Stecklinge bei gleichmäßiger Feuchtigkeit und etwas höherer Luftfeuchtigkeit Wurzeln bilden können. Praktisch ist das vor allem, wenn du mehrere Monstera Ableger ziehen möchtest.

Dafür brauchst du keine spezielle Box. Eine saubere Plastikdose mit Deckel reicht oft schon aus. Wichtig ist nur, dass sie regelmäßig gelüftet wird. Bleibt die Box dauerhaft komplett geschlossen, kann sich schnell Kondenswasser sammeln und Schimmel entstehen.

Aber auch kleine Becher oder Töpfe eignen sich natürlich für einzelne Ableger. Besonders praktisch sind transparente Pflanztöpfe, weil du Wurzeln und Feuchtigkeit besser kontrollieren kannst.

Als Medium eignen sich verschiedene Materialien, zum Beispiel:

Wichtig ist bei allen Varianten: Der Wachstumsknoten muss Kontakt zum feuchten Medium haben. Aus dieser Stelle können neue Wurzeln und später auch ein neuer Trieb entstehen. Ein einzelnes Blatt ohne Nodie kann zwar lange frisch aussehen, wächst aber nicht zu einer neuen Monstera heran.

Welches Medium eignet sich für Monstera Stecklinge?

Medium Vorteile Nachteile Besonders geeignet für
Sphagnum Moos Speichert Feuchtigkeit gut, bleibt bei richtiger Anwendung trotzdem luftig, praktisch für kleine Stecklinge und Stammstücke Kann bei zu viel Nässe oder zu wenig Luftaustausch schimmeln kleine Stecklinge, Stammstücke mit Nodie, Anzuchtboxen
Perlit Sehr luftig, strukturstabil, hält Stecklinge eher trocken-luftig als nass Speichert weniger Wasser als Moos, Steckling muss regelmäßig kontrolliert werden Stecklinge, die empfindlich auf zu viel Nässe reagieren
Stratum Körnige Struktur, gute Feuchtigkeitsverteilung, Wurzeln lassen sich oft gut beobachten Kann bei zu nasser Haltung ebenfalls problematisch werden, nicht jede*r hat es ohnehin zuhause kleine Stecklinge, Vermehrung im transparenten Becher
Aroid Mix Wurzeln wachsen direkt in ein Substrat, an das sie später gut angepasst sind, Umtopfen ist oft einfacher Zu große Töpfe oder zu feines Substrat bleiben schnell zu lange nass kräftigere Stecklinge mit Luftwurzel oder mehreren Blättern
Mischung flexibel anpassbar Mischverhältnis muss zur eigenen Umgebung passen, Kontrolle bleibt wichtig Propagation Boxen, transparente Becher, empfindlichere Stecklinge

 

So gehst du vor

  1. Wähle ein sauberes Gefäß. Das kann ein kleiner Topf, ein Becher mit Luftlöchern oder eine saubere Plastikdose mit Deckel sein.
  2. Feuchte dein Medium leicht an. Es soll gleichmäßig feucht sein, aber nicht nass. Bei Sphagnum Moos gilt: Drücke überschüssiges Wasser gründlich aus. Wenn beim Zusammendrücken Wasser herausläuft, ist es zu nass.
  3. Setze oder lege den Monstera Steckling so in das Medium, dass die Nodie Kontakt dazu hat. Der Stamm sollte nicht tief eingegraben oder dauerhaft nass liegen.
  4. Stelle den Steckling hell und warm, aber ohne direkte Mittagssonne. Zu viel Sonne kann die Box zu stark aufheizen.
  5. Kontrolliere regelmäßig Feuchtigkeit, Geruch und Wurzeln. Das Medium sollte leicht feucht bleiben, aber nie dauerhaft tropfnass sein.
  6. Lüfte eine Propagation Box regelmäßig kurz. So kommt frische Luft hinein und überschüssige Feuchtigkeit kann entweichen.
  7. Topfe den Steckling erst um, wenn sich mehrere gesunde Wurzeln gebildet haben. Danach eignet sich ein lockerer, luftiger Aroid Mix besonders gut.

Gerade wenn du Monstera Ableger ziehen möchtest, ist Geduld wichtig. Beim Monstera vermehren in Sphagnum, Perlit oder Stratum sieht man nicht immer sofort Fortschritte, obwohl sich an der Nodie bereits neue Wurzeln bilden können.

Methode 3: Monstera vermehren durch Abmoosen

Abmoosen ist besonders sinnvoll, wenn du eine große Monstera vermehren möchtest oder bei einer wertvollen Pflanze weniger Risiko eingehen willst. Dabei wird ein Bereich am Stamm zur Wurzelbildung angeregt, solange er noch mit der Mutterpflanze verbunden ist.

Das geht zum Beispiel mit feuchtem Sphagnum Moos, das du um eine Nodie legst und locker fixierst, zum Beispiel mit Frischhaltefolie. Sobald dort ein gutes Wurzelsystem entstanden ist, kannst du den oberen Teil unterhalb der bewurzelten Stelle abschneiden und eintopfen.

Diese Methode ähnelt der Chop and Extend Methode für Pflanzen, die bereits an einem Moosstab für Monstera wachsen. Wenn Luftwurzeln in den feuchten Moosstab einwurzeln, entstehen oft schon sehr gut versorgte Abschnitte, die nach einem Schnitt schnell zu einer neuen, etablierten Pflanze werden können.

Wenn du auf diese Weise Monstera Ableger schneiden möchtest, wartest du also zuerst auf Wurzeln und trennst den bewurzelten Abschnitt erst danach ab. Das macht Abmoosen beim Monstera vermehren besonders schonend.

Passendes Zubehör dafür findest du bei unseren Moosstäben für Monstera. Ergänzend dazu kannst du hier mehr zur Methode lesen: Chop and Extend

Methode 4: Monstera vermehren aus Samen

Eine Monstera lässt sich grundsätzlich auch aus Samen ziehen. Für Zimmerpflanzen ist diese Methode aber eher selten und deutlich aufwendiger als die Vermehrung über Stecklinge. Der Grund: Zimmer-Monsteras blühen nur selten, müssen erfolgreich bestäubt werden und anschließend eine Frucht mit keimfähigen Samen ausbilden.

Die Vermehrung über eigene Monstera-Samen im Wohnzimmer ist erfolgreicher, wenn du die Monstera Samen nicht selbst ernten musst. Wenn du eine Monstera vermehren möchtest und möglichst schnell eine Pflanze erhalten willst, sind Stecklinge oder Ableger aber meist die praktischere Wahl.

Wenn du die Anzucht trotzdem ausprobieren möchtest, findest du hier passende Monstera Samen


Wie lange dauert die Bewurzelung von Monstera Ablegern?

Die Dauer hängt stark von Licht, Temperatur, Jahreszeit, Stecklingsgröße, Zustand der Mutterpflanze und Methode ab. Beim Monstera vermehren gibt es deshalb keinen festen Zeitpunkt, der für jeden Steckling gleich gilt.

Phase Richtwert
erste Wurzelansätze oft nach 2–4 Wochen
gut sichtbare Wurzeln häufig nach 4–8 Wochen
bereit zum Eintopfen wenn mehrere Wurzeln ein paar Zentimeter lang sind
erstes neues Blatt manchmal erst nach mehreren Wochen oder Monaten
Samenkeimung oft nach 1–4 Wochen, teils länger

Wichtig: Neue Blätter sind nicht der erste Erfolgsbeweis. Bei vielen Stecklingen passiert unterirdisch oder im Wasser schon viel, bevor oberirdisch etwas Neues erscheint.

Wenn der Steckling fest bleibt, die Nodie gesund aussieht und keine Fäulnis entsteht, lohnt sich Geduld. Das gilt besonders, wenn du Monstera Ableger ziehen möchtest und die Pflanze zuerst ein kräftiges Wurzelsystem aufbaut.


Wann kannst du den Monstera Steckling eintopfen?

Ein Monstera Steckling kann eingetopft werden, wenn er ausreichend gesunde Wurzeln gebildet hat. Ein guter Zeitpunkt ist erreicht, wenn mehrere Wurzeln einige Zentimeter lang sind und sich idealerweise schon verzweigen.

Setze den Monstera Ableger in ein luftiges Substrat wie den Aroid Mix und wähle einen eher kleinen Topf. Der Topf sollte zur Wurzelmasse passen und nicht deutlich zu groß sein. Besonders praktisch ist ein transparenter Pflanztopf, weil du die Wurzeln und Feuchtigkeit besser kontrollieren kannst.

Nach dem Eintopfen braucht die junge Pflanze:

  • helles, indirektes Licht
  • gleichmäßige, leichte Feuchtigkeit
  • keine Staunässe
  • etwas Ruhe
  • zunächst keine starke Düngung

Sobald die Pflanze aktiv wächst, kannst du vorsichtig mit der Nährstoffversorgung starten. Dafür eignet sich zum Beispiel ein Monstera Dünger / Zimmerpflanzen Langzeitdünger.

Wenn du die Wurzelentwicklung zusätzlich unterstützen möchtest, kannst du ein Produkt für den Wurzelbereich wie PlantMe Rooted einsetzen. Wichtig bleibt aber: Kein Zusatz ersetzt sauberes Arbeiten, gutes Substrat, passende Feuchtigkeit und genug Licht.


Fäulnis beim Monstera vermehren vermeiden

Fäulnis ist beim Monstera vermehren der häufigste Grund, warum Stecklinge und Ableger scheitern. Meist entsteht sie durch zu viel Feuchtigkeit, zu wenig Sauerstoff, verschmutztes Wasser oder beschädigtes Pflanzengewebe.

Achte auf diese Punkte:

  • Schneide nur gesunde Pflanzenteile.
  • Verwende sauberes, scharfes Werkzeug.
  • Lass die frische Schnittstelle 1–2 Stunden trocknen, bevor du sie in das Bewurzelungsmedium setzt.
  • Setze keine matschigen oder kranken Stecklinge an.
  • Stelle den Stamm nicht unnötig tief ins Wasser.
  • Wechsle trübes oder riechendes Wasser sofort.
  • Nutze luftiges Substrat statt kompakter Erde, zum Beispiel Aroid Mix.
  • Halte Sphagnum Moos feucht, aber nicht nass.
  • Verwende Töpfe mit Drainage.
  • Wähle den Topf nicht zu groß.
  • Stelle Stecklinge hell, aber nicht in direkte Mittagssonne.
  • Dünge nicht zu früh und nicht zu stark.

Gesunde neue Wurzeln sind meist hell bis cremeweiß und fest. Braune, weiche oder schleimige Wurzeln deuten dagegen auf Fäulnis hin.

Gerade beim Monstera vermehren mit Wasser oder in einer Propagation Box solltest du regelmäßig kontrollieren, ob der Monstera Steckling fest bleibt und frisch riecht.

Häufige Fehler beim Monstera vermehren

Beim Monstera vermehren passieren viele Fehler nicht beim Schneiden selbst, sondern danach: zu nasses Medium, zu wenig Luft oder zu frühes Umtopfen können dazu führen, dass ein eigentlich guter Monstera Ableger nicht weiterwächst.

Fehler Warum problematisch? Besser so
Blatt ohne Nodie wird ins Wasser gestellt Es entsteht keine neue Pflanze immer mit Nodie schneiden
unsauberes Werkzeug erhöht Infektionsrisiko Schere oder Messer vorher reinigen
Stamm steht zu tief im Wasser Stamm kann faulen nur Nodie/Luftwurzel ins Wasser
Wasser wird nie gewechselt Keime und Beläge nehmen zu bei Trübung sofort wechseln
Substrat ist zu nass Sauerstoffmangel und Fäulnis nur leicht feucht halten
Topf ist zu groß Substrat trocknet zu langsam kleinen Topf passend zur Wurzelmasse wählen
direkte Sonne auf Glas oder Box Überhitzung, Algen, Stress hell, aber ohne direkte Mittagssonne
zu frühes Düngen junge Wurzeln können leiden erst bei aktivem Wachstum vorsichtig düngen
zu wenig Geduld Steckling wird unnötig gestört Wurzelbildung abwarten


Pflege nach dem Monstera vermehren

Nach dem Eintopfen ist die junge Monstera noch nicht sofort eine kräftige, ausgewachsene Pflanze. Sie muss sich erst an das neue Substrat gewöhnen und ein stabiles Wurzelsystem aufbauen.

Stelle sie hell, gieße durchdacht und vermeide Staunässe. Ein luftiges Substrat wie der Aroid Mix hilft dabei, dass Wasser ablaufen kann und trotzdem genug Struktur im Wurzelbereich bleibt.

Wenn deine Monstera größer werden soll, lohnt sich früh eine passende Rankhilfe. Monstera sind kletternde Pflanzen. Für eine Monstera deliciosa solltest du mindestens einen Moosstab XL verwenden.

Mit einer stabilen Unterstützung und einem feucht gehaltenen Moosstab können Luftwurzeln Halt und zusätzliche Feuchtigkeit finden. Das unterstützt die junge Pflanze besonders nach dem Monstera vermehren, wenn sie kräftiger wachsen und neue Blätter bilden soll.

Wenn du Substrat, Topf, Dünger und Rankhilfe zusammen brauchst, könnte das Monstera Starter Set passend für dich sein. Damit bist du bestens gerüstet, um deiner jungen Monstera einen guten Start zu geben.


FAQ

Kann man eine Monstera ohne Nodie vermehren?

Nein. Ohne Nodie kann kein neuer Trieb entstehen. Ein Blatt ohne Wachstumsknoten kann zwar eine Weile schön aussehen, entwickelt sich aber nicht zu einer neuen Pflanze. Wenn du eine Monstera vermehren möchtest, braucht jeder Steckling mindestens eine Nodie.

Braucht ein Monstera-Steckling eine Luftwurzel?

Nein, eine Luftwurzel ist hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Entscheidend ist die Nodie. Mit Luftwurzel startet der Monstera Steckling oft leichter, weil bereits ein Wurzelansatz vorhanden ist.

Kann man eine Monstera im Wasser vermehren?

Ja. Die Vermehrung im Wasser ist eine der einfachsten Methoden, weil du die Wurzeln gut beobachten kannst. Wenn du deine Monstera vermehren möchtest, sind sauberes Wasser, ein heller Standort und regelmäßige Kontrolle besonders wichtig.

Wie lange dauert es, bis ein Monstera Steckling Wurzeln bekommt?

Oft zeigen sich nach 2–4 Wochen erste Wurzeln. Bis der Monstera Steckling kräftig genug zum Eintopfen ist, kann es aber auch 4–8 Wochen oder länger dauern.

Wann sollte ich den Ableger eintopfen?

Topfe ihn ein, wenn mehrere gesunde Wurzeln ein paar Zentimeter lang sind. Noch besser ist es, wenn sich schon kleine Seitenwurzeln gebildet haben. So kann der Monstera Ableger nach dem Umsetzen leichter weiterwachsen. Für das Eintopfen eignet sich ein luftiger Aroid Mix.

Warum fault mein Monstera Steckling?

Häufige Ursachen sind zu viel Wasser, zu wenig Sauerstoff, ein zu großer Topf, schmutziges Wasser, zu nasses Sphagnum oder ein beschädigter Steckling. Schneide faulige Stellen zurück und starte bei Bedarf neu.

Wann sollte man Monstera Ableger schneiden?

Der beste Zeitpunkt zum Monstera Ableger schneiden ist Frühling bis Sommer. Dann wächst die Pflanze aktiver, bekommt mehr Licht und kann den Schnitt besser ausgleichen.

Kann man Monstera Ableger ziehen, ohne sie direkt in Wasser zu stellen?

Ja. Du kannst Monstera Ableger ziehen, indem du sie in Sphagnum Moos, Perlit, Stratum, Erde oder einer passenden Mischung bewurzelst. Wichtig ist, dass die Nodie Kontakt zum leicht feuchten Medium hat.

Kann man eine Monstera aus Samen ziehen?

Ja. Die Anzucht aus Samen ist möglich, dauert aber länger als die Vermehrung über Stecklinge. Außerdem entstehen aus Samen nicht automatisch Pflanzen mit denselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze. Passende Monstera Samen findest du im Shop.

Wann ist die beste Zeit zum Monstera vermehren?

Frühling und Sommer sind ideal, weil Licht, Wärme und Wachstum besser zusammenpassen. Im Winter ist Monstera vermehren möglich, dauert aber oft länger.


Fazit

Monstera vermehren ist nicht kompliziert, wenn du den wichtigsten Punkt beachtest: Jeder Steckling braucht eine Nodie. Ob du ihn im Wasser, in Sphagnum oder direkt in Substrat bewurzelst, hängt von deiner Pflanze und deinen Vorlieben ab.

Mit sauberem Werkzeug, heller Wärme, etwas Geduld und einem luftigen Setup stehen die Chancen sehr gut, dass aus deinem Monstera Steckling eine neue, gesunde Pflanze wächst..

Noch mehr Pflanzentipps

Alle anzeigen

pH-Wert, EC-Wert & Co. bei Zimmerpflanzen: Wasser und Substrat richtig verstehen

pH-Wert, EC-Wert & Co. bei Zimmerpflanzen: Wasser und Substrat richtig verstehen

Wenn Zimmerpflanzen gelbe Blätter, braune Blattspitzen oder schwaches Wachstum zeigen, denkt man zuerst an Licht, Gießen oder Dünger. Oft liegt man damit richtig. Wenn die Pflege aber passt und die Pflanze trotzdem schwächelt, lohnt sich ein Blick in den Topf....

Weiterlesen

Monstera schneiden: So kürzt und leitest du sie richtig

Monstera schneiden: So kürzt und leitest du sie richtig

Deine Monstera wird zu groß, wächst schief oder hat lange Triebe, die quer durch den Raum hängen? Dann fragst du dich wahrscheinlich, ob du deine Monstera schneiden darfst und wo du am besten ansetzt.

Weiterlesen

Monstera vermehren: Ableger schneiden, Stecklinge bewurzeln und richtig eintopfen

Monstera vermehren: Ableger schneiden, Stecklinge bewurzeln und richtig eintopfen

In diesem Beitrag erfährst du, worauf du achten solltest, wenn du Monstera Ableger schneiden und großziehen möchtest.

Weiterlesen

Monstera teilen und umtopfen: So trennst du mehrere Pflanzen im Topf

Monstera teilen und umtopfen: So trennst du mehrere Pflanzen im Topf

Mehrere Monsteras in einem Topf? Erfahre, wann Teilen sinnvoll ist, wie du Wurzeln schonend trennst und die Pflanze richtig am Moosstab ausrichtest.

Weiterlesen

Monstera Luftwurzeln abschneiden: Wann ist es sinnvoll?

Monstera Luftwurzeln abschneiden: Wann ist es sinnvoll?

Darf man Monstera Luftwurzeln abschneiden? Erfahre, wann Kürzen sinnvoll ist, welche Alternativen es gibt und wie du Luftwurzeln richtig leitest.

Weiterlesen