Deine Monstera richtig zu düngen ist eine der Grundlagen, um eine tolle Monstera mit schönen großen Blättern wachsen zu lassen.
Warum Monstera Düngen?
Der Grund ist simpel: Im Topf ist der Vorrat an Nährstoffen begrenzt. Selbst wenn du ein gutes Substrat nutzt, werden Nährstoffe mit der Zeit verbraucht und beim Gießen Stück für Stück ausgewaschen. Neue Blätter werden kleiner, das Grün wirkt weniger satt oder die Pflanze wächst unregelmäßig in Schüben.
Eine Monstera ist eine Blattpflanze: Sie investiert viel Energie in Blattmasse und Triebe. Genau dafür braucht sie regelmäßig Makronährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie ergänzende Spurenelemente. Wenn diese Nährstoffe konstant verfügbar sind, kann die Pflanze gesund wachsen. Wichtig ist dabei: Dünger ersetzt kein Licht. Wenn die Monstera zu dunkel steht, hilft mehr Dünger nicht automatisch – im Gegenteil, zu viel kann dann eher stressen.
Welcher Dünger für Monstera ist der beste?
Grundsätzlich hast du zwei große Richtungen: mineralisch oder biologisch. Mineralische Dünger haben den Vorteil, dass sie sehr planbarer sind. Die Nährstoffe liegen in Formen vor, die die Pflanze direkt aufnehmen kann. Du dosierst, die Pflanze reagiert. Das ist bei Zimmerpflanzen besonders praktisch, weil im Indoor-Topf die Umwandlung organischer Nährstoffe (also „biologisch“) nicht immer so stabil funktioniert wie im Gartenboden. Biologische Dünger können funktionieren, wirken aber oft indirekter und sind stärker von Mikroorganismen und Bedingungen im Substrat abhängig. In der Wohnung kommt dazu: Organisches Material im Topf kann je nach Produkt und Handhabung eher Schimmel, Geruch oder Trauermücken begünstigen. Wenn du maximale Kontrolle und eine klare Routine willst, bist du mit einem mineralischen Ansatz häufig besser bedient.
Langzeitdünger oder Flüssigdünger
Beim Monstera Düngen ist Langzeit- bzw. Depotdünger besonders bequem, weil er über mehrere Monate gleichmäßig Nährstoffe abgibt. Du arbeitest ihn ein und musst nicht alle paar Wochen daran denken. Wer Flüssigdünger nutzt, sollte in der Wachstumsphase regelmäßig bleiben, typischerweise im Rhythmus von etwa zwei Wochen, je nach Produkt und Konzentration. Und ganz wichtig: Wenn du dich für Depotdünger entscheidest, solltest du nicht zusätzlich „on top“ flüssig düngen. Das ist einer der häufigsten Wege in Richtung Überdüngung.
Besonders geeignet ist unser Monstera Langzeitdünger. Er ist perfekt abgestimmt auf wachsende Aroiden. Das sind Monstera, Philodendron und co.
Wann sollte man Monstera düngen?
Sobald die Tage länger werden beginnt ihre aktive Phase. Das ist meist im Frühjahr der Fall, und diese Wachstumszeit zieht sich typischerweise bis in den Herbst. In dieser Zeit macht Düngen am meisten Sinn, weil die Pflanze die Nährstoffe auch wirklich in Wachstum umsetzt. Im Herbst und Winter sinkt der Bedarf deutlich. Viele Monsteras wachsen dann langsamer oder machen sogar eine kleine Pause – und genau dann solltest du beim Düngen zurückfahren. Ein praktikabler Ansatz ist, in der dunkleren Jahreszeit deutlich weniger zu geben, zum Beispiel nur mit reduzierter Menge, statt die Sommer-Dosis einfach weiterlaufen zu lassen.
Wie oft Monstera düngen?
Das hängt direkt von deiner Wahl ab. Flüssigdünger wird in der Wachstumszeit meist regelmäßig gegeben, häufig alle zwei Wochen, damit die Pflanze konstant versorgt ist. Depotdünger dagegen ist die „einmal einsetzen, dann Ruhe“-Variante und wird je nach Produkt etwa alle sechs Monate erneuert. Das passt besonders gut zu Monsteras, weil sie gleichmäßige Versorgung mögen und du das Düngen nicht ständig auf dem Schirm haben musst.
Dosierung:
Bei Depot- bzw. Langzeitdünger ist es am einfachsten, in Substrat-Litern zu denken. Unter jedem Pflanztopf findest du die Angabe, wie viel Liter dieser hat. Ein praxisnaher Richtwert liegt bei etwa 2 bis 3 Gramm pro Liter Substrat. Das heißt: Hat deine Monstera ungefähr 5 Liter Substrat im Topf, landest du grob bei 10 bis 15 Gramm; bei 10 Litern entsprechend bei 20 bis 30 Gramm. In der Winterzeit solltest du die Menge deutlich reduzieren, zum Beispiel nur die halbe Dosis. Wenn du gerade umgetopft hast und frisches Substrat nutzt, lohnt es sich außerdem, sanfter zu starten – viele Substrate bringen anfangs ohnehin etwas Nährstoffversorgung mit, und du willst keine unnötigen Spitzen. Jeder Dünger hat eine andere Konzentration. Besonders für Dünger sollte man daher auf die Herstellerangaben achten.
Dünger und Substrat
Das Substrat bietet nicht nur Halt und Wasser für die Wurzeln, sondern auch Speichert und Puffert auch Nährstoffe. In einem luftigen, gut drainierenden Monstera-Substrat werden Nährstoffe zwar zuverlässig an die Wurzeln gebracht, gleichzeitig können sie beim Gießen aber schneller ausgewaschen werden.
Weitere Informationen für die perfekte Monstera pflege:
Moosstab Düngen
Falls deine Monstera an einem Moosstab wächst, kannst du Nährstoffe nicht nur im Topfsubstrat, sondern auch gezielt im Moosstab einplanen. Hier werden oft kleine Mengen pro Modul verwendet, damit die Versorgung nicht punktuell zu stark wird. Entscheidend ist dabei immer: gleichmäßig und moderat statt selten und „viel auf einmal“.
Welches NPK Verhältnis ist für eine Monstera perfekt?
Ein Punkt, der oft übersehen wird, ist die NPK-Zusammensetzung. NPK steht für Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Für eine Monstera als klassische Grünpflanze darf Stickstoff etwas stärker gewichtet sein, weil er das Blatt- und Triebwachstum unterstützt. Gleichzeitig sollte der Dünger nicht „nur“ stickstofflastig sein, denn Kalium ist wichtig für Stabilität und Wasserhaushalt, und Phosphor spielt eine Rolle in Energieprozessen und Wurzelentwicklung. Bewährt sind NPK-Verhältnisse, die in Richtung „3–1–2“ gehen – also N betont, aber K ebenfalls solide und P moderat. Das ist zum Beispiel unser Langzeitdünger mit einem NPK Verhältnis von 20-7-14. Wenn zusätzlich Spurenelemente und beispielsweise Magnesium enthalten sind, rundet das die Versorgung sinnvoll ab, weil Zimmerpflanzen auch darauf reagieren können, wenn sie langfristig im gleichen Substrat stehen.
Monstera Dünger Hausmittel
Sind in der Wohnung meist keine gute Idee. Kaffeesatz, Bananenschalen, Eierschalen oder ähnliche Küchen-Hacks klingen zwar nachhaltig, sind aber im Topf in der Praxis unzuverlässig. Du hast keine saubere Kontrolle darüber, wie viel von welchem Nährstoff tatsächlich verfügbar wird, und oft passiert die Freisetzung sehr langsam oder sehr ungleichmäßig. Dazu kommen Nebenwirkungen: organische Reste schimmeln im Topf, riechen unangenehm oder ziehen Schädlinge an. Eierschalen zum Beispiel liefern nicht „sofort Calcium“, sondern bauen sich sehr langsam ab – als gezielte Nährstoffversorgung ist das kaum planbar. Und Bananenschalen werden häufig als Kalium-Quelle genannt, sind aber als echte Düngestrategie für Zimmerpflanzen oft zu schwach und eher ein Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen. Wenn du deiner Monstera wirklich etwas Gutes tun willst, ist ein passender Dünger in korrekter Dosierung die deutlich bessere, sauberere Lösung.
Pflegekniff beim Monstera Düngen
Achte darauf, dass sich im Substrat mit der Zeit keine überschüssigen Salze anreichern. Das ist ein Natürlicher Prozess, vor allem verursacht durch Leitungswasser und ungenutzte Nährstoffe. Eine einfache Gegenmaßnahme ist, das Substrat alle paar Monate unter der Dusche gründlich auszuspühlen: also so zu gießen, dass wirklich viel Wasser unten rausläuft, und überschüssige Nährsalze mitgenommen werden. Das schützt die Wurzeln und hält deine Pflanze gesund. Wenn Du mehr Informationen rund um die Pflege von deiner Monstera willst: Monstera Pflege
Fazit
Wenn du das Ganze auf eine einfache Routine herunterbrechen willst, dann lautet sie so: In der Wachstumszeit regelmäßig Monstera düngen, im Winter deutlich reduzieren, einen ausgewogenen Grünpflanzen-Dünger mit passender NPK-Balance wählen und Hausmittel als Dünger lieber sein lassen. Damit hast Du einen Wichtigen Baustein der Monstera Pflege abgeschlossen.
Unser Monstera Dünger ist perfekt auf die Bedürfnisse deiner Pflanze abgestimmt. Der Dünger hat eine 6 Monate Depotwirkung. "Einmal Düngen 6 Monate Ruhe"






Monstera gießen